Brigitte Kürsteiner – Klimawandel mit sinnvollen Massnahmen bewältigen
Meine Grundwerte orientieren sich an Freiheit, Eigenverantwortung und Optimismus. So weit so gut, da es sich um die klassischen FDP-Werte handelt. Darüber hinaus bin ich auch der Überzeugung, dass wir zur Lösung von Problemen dort Massnahmen ergreifen sollten, wo es den grösstmöglichen Nutzen im Verhältnis zu den aufgewendeten Kosten gibt. Dies ist leider bei den aktuellen Netto-Null-Zielgrössen nicht der Fall. Die Rechtsprofessorin Frauke Rostalski hat in ihrem Buch «Wer soll was tun» darauf hingewiesen, dass die meisten Klimamassnahmen nutzlos sind, da es kein globales Klimareduktionssystem gibt. Dies trifft insbesondere auf alle Massnahmen der Schweiz zu, da die Schweiz praktisch nichts zur globalen Klimaerwärmung beiträgt. Dies bedeutet nun nicht, dass man nichts tun sollte, sondern nur, dass man die richtigen Massnahmen ergreifen sollte. Zu den falschen Massnahmen zähle ich z.B. milliardenschwere Investitionen mit dem einzigen Ziel, die Schweiz auf Teufel komm raus auf Netto-Null zu drücken. Kann das Netto-Null-Ziel nur mit wirtschaftsschwächenden Milliardeninvestitionen erreicht werden, sollten wir davon absehen und ein weniger ambitioniertes Nachhaltigkeitsziel definieren, das z.B. unseren Naturraum bevorzugt schützt. Dazu gehören auch Investitionen in die Bewältigung der Klimaanpassung. Diese sind sinnvoll, denn sie haben einen unmittelbaren Nutzen, z.B. durch die Sicherung von Siedlungen vor Naturkatastrophen. Meine Position: Ja zu Klimaschutz zu vernünftigen Kosten und mit realistischen Zielen unter gleichwertiger Berücksichtigung anderer Anliegen wie Erhalt des Wohlstands und der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit.
Liste 4: FDP.Die Liberalen, Nr. 04.13.8 Brigitte Kürsteiner